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„Nospa Jugend- und Sportstiftung“

 

Tennisclub baut auf die Jugend

Verein betreut aktuell 17 Nachwuchsmannschaften / Investitionen in Pflege und Renovierung der Anlage / Spende von der Nospa-Stiftung

Jan C. WeckSchleswig Das Grundstück des Schleswiger Tennisclubs (STC) ist weitläufig und voller Grün. Alter Baumbestand durfte über Jahrzehnte gedeihen, in großzügigem Abstand sind Plätze und Gebäude auf dem hügeligen Areal an der Husumer Straße verstreut. Die Spielstätte der Sportler ist idyllisch, aber mittlerweile auch in die Jahre gekommen.

Seit der Verein 1967 hier hergezogen ist, hat es kaum Renovierungsarbeiten gegeben. Entsprechend viel gibt es zu tun. „Unsere Halle ist nicht mehr die neueste, die Dämmung von damals kann man heute nur noch als katastrophal bezeichnen“, berichtet Vorsitzende Freya Reimers, die 1953 zum STC gekommen ist und inzwischen die längste Mitgliedschaft inne hat. Zwar sei das Dach bereits erneuert worden, es warte aber noch der Fußboden und die Fassaden seien von der Witterung im Laufe der Jahrzehnte stark in Mitleidenschaft gezogen worden. „Auch die Plätze und Umzäunungen benötigen ständige Pflege. Gerade erst ist einer der Zäune für 28 000 Euro erneuert worden“, so Reimers.

Eine Spende der „Nospa Jugend- und Sportstiftung“ in Höhe von 2000 Euro, die der Verein jetzt entgegen nehmen konnte, kam also zur rechten Zeit. Sie fließt vollständig in die Instandhaltungsarbeiten und soll so den Kindern und Jugendlichen des Vereins direkt zugutekommen. „In unseren Augen ist das sehr gut investiertes Geld, denn wir fördern damit die Jugend und das Vereinsleben in unserer Region“, sagt Heiko Ewert, Regionaldirektor bei der Nospa. Das sei nötig, denn der STC ermögliche als letzter Tennisverein Schleswigs den Zugang zu diesem „einzigartigen Sport“.

Dabei mangelt es dem STC nicht an Nachwuchs. Kinder und Jugendliche machen etwa ein Drittel der derzeit 211 aktiven Mitglieder aus. Mit 17 Jugendmannschaften scheint die Zukunft rosig. „Allerdings müssen wir viel dafür tun, dass die Jugendlichen auch dauerhaft dabei bleiben“, sagt Pressewartin Cornelia Clausen.

Fred Weißer ist der Jugendwart des Vereins und brennt dafür, die Talente zu fördern. „Der Leistungsgedanke ist natürlich immer da, aber es muss fair zugehen. Jeder muss die Chance haben zu gewinnen“, sagt er. Beim Tennis sei das häufig Kopfsache. Auch der technisch oder körperlich unterlegene Sportler habe die Chance, durch die Einstellung und Willenskraft ein Spiel zu drehen. Auch abseits des Wettkampfs könnten Kinder und Jugendliche vom Tennis profitieren. „Sie erlernen hier Demut, Frustrationstoleranz und den Wunsch zur Revanche“, sagt Weißer. Reimers, die mit Ende 70 ebenfalls noch in ihrer Freizeit Tennis spielt, spricht von einem „Lifetime-Sport“, einer Möglichkeit mit Hilfe einer Sportart sein Leben lang aktiv und fit zu sein.

Heiko Ewert sieht in den Sportvereinen der Region indes nicht weniger als gesellschaftliche Kompetenz, die es für die Zukunft zu sichern gilt. Im vergangenen Jahr habe die Nospa-Stiftung 960 000 Euro zu diesem Zweck investiert, Anfragen anderer Vereine seien ausdrücklich erwünscht.

03.07.2018