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„Es steht jetzt 45 zu 30!“

– Fachsimpeln im Sportcamp des KSV 2017


Spätestens nach diesem Ausspruch beim Spielen an Tag 1 war uns klar, dass wir es nicht mit reinen Tennis-Anfängern zu tun haben würden, denn scheinbar hatten sie sich schon über die verrückte Zählweise im Tennis informiert. Mal von Kleinigkeiten wie den richtigen Zahlen abgesehen.

„Da gibt es doch noch diese Kamera, die das dann weiß!“ (Gespräch über Bälle im Aus – ja oder nein?). Ja, das Hawk Eye hat international schon Ruhm erlangt, es ist nur noch nicht im STC angekommen. Wir einigten uns stattdessen darauf, dass die Wiederholung des Ballwechsels die beste Möglichkeit wäre, den Punkt klar auszuspielen.

„Dritter Aufschlag!“ (Ausruf nach zwei vergebenen Angaben, bevor noch eine dritte gespielt werden wollte). Auch hier kamen wir zu dem Schluss, dass zwei Versuche für einen Punkt eigentlich reichen könnten.

Was nach viel Theorie klingt, waren im diesjährigen Sportcamp Situationen, die wir direkt während des Spiels klären konnten – und dann wurde wirklich pausenlos gespielt, gespielt und... gespielt! Vorschlag eines Tenniskinds: „Lass uns doch gleich von morgens bis abends da bleiben!“ Sprich: Die rund einstündige Mittagspause auf den Königswiesen im Sportcamp könnte entfallen und wir stattdessen den ganzen Tag Tennis spielen. Hockey als Aufwärmspiel wurde mangels Interesse wiederum zur einmaligen Sache – und „warm wird einem dabei irgendwie auch nicht?!“

Gesagt, getan. Nun doch das andere Aufwärmprogramm (kreatives Runden-Laufen) hervorgezaubert. Wir sind ja hier in einem Tennisverein – und andere Sportarten wie Fußball, Volleyball oder Tanzen probierten während der Mittagspause sowieso alle auf den Königswiesen aus. Um die Tennisbegeisterten des Camps kümmerten also wir uns.

Unsere  kleinen und großen Tennisfreunde von 7 bis 14 Jahren hatten unglaublichen Spaß daran, mit- und gegeneinander anzutreten. In U14- und U10-Konkurrenzen eingeteilt, trugen die Kinder ein Tennis-Turnier aus und gleich dazu noch altersübergreifend die jeweiligen Sieger/innen.

Unsere 14-köpfige Gruppe lernte wetterbedingt sowohl Sand- als auch Teppichplätze kennen. Nachdem jeder im Kleinfeld gestartet war, zogen einige Mutige bald auf das Großfeld um – und waren damit von den Anfängen an Tag 1 schon meilenweit entfernt. Am Ende kam auch von den anderen die Erkenntnis: „Irgendwie können wir den Ball jetzt schon viel öfter übers Netz spielen als am Anfang!“ Und diese Motivation haben wir euch angemerkt!

Deshalb: Ylenia, Lina, Leni, Hanna, Delia, Moritz, Kim, Luis, Jan, Max, Younis, Oke, Maarten und Ole: danke an euch, dass ihr dabei wart! Wir haben uns riesig gefreut, euch kennenzulernen und wünschen euch weiterhin solchen Spaß am Tennis wie ihr ihn schon jetzt hattet!

Nils und Svenja

P.S. Ansonsten gibt es ja doch noch Hockey..

05.09.2017